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Demokratiekonferenz der Partnerschaften für Demokratie

Auf der diesjährigen Demokratiekonferenz der PfDs Hohenschönhausen und Lichtenberg kamen am 14. Dezember über 40 Engagierte aus den Begleitausschüssen, aus den Projekten, aus Politik und Verwaltung zusammen. Gemeinsam haben wir in spannenden Workshops mit Expert_innen diskutiert und erste Ideen für Projekte für 2019 zusammengetragen. Im Workshop „Wozu Geschichte lernen“ setzten wir uns mit Unterstützung der Referentin Veronika Nahm vom Anne Frank Zentrum in Berlin, intensiv mit der Frage auseinander, wie historisch-politische Bildung als Mittel der Demokratiebildung genutzt werden kann. Mit Fachkräften aus Verwaltung und Praxis diskutierten wir angeregt über Erfahrungen der politischen Bildung. Einen besonderen Fokus legten wir dabei auf den Austausch von wertvollen Erfahrungen, bspw. im Rahmen von Begegnungsprojekten und den Bedarf nach mehr Veranstaltungen und Fortbildungen für Fachkräfte, um zielgruppengerecht Demokratiearbeit leisten zu können.Um die Frage, wie Willkommenskultur eigentlich nachhaltig und partizipativ gestaltet werden kann, haben wir mir Tanja Berg von Minor diskutiert. In ihrem Input stellte sie heraus, dass Partizipation ein interaktiver Prozess ist, zu dem die aktive Gestaltung von Willensbildung und Entscheidungsprozessen gehört, die Teil einer Ankommenskultur sein sollte.  In der Diskussion wurden Kriterien für die Gestaltung von Partizipation zusammengetragen und diskutiert: Um Geflüchtete auf Augenhöhe einzubeziehen, bedarf es einer wertschätzenden Haltung, die gegenseitiges Lernen ermöglicht, einer fragenden Grundhaltung und einer gemeinsamen Formulierung von Zielen und Interessen. Dr. Gerd Wiegel machte in seinem Vortrag nochmal deutlich, dass die  zentralen inhaltlichen Bezugspunkte  aller rechtspopulistischen Parteien in Europa das „eigene Volk“ und die Nation sind.  Entlang derer werden alle rechten Krisen- und Lösungsszenarien entworfen. Feindbild ist die liberale, menschenrechtsorientierte Demokratie. Die anschließende Diskussion zum Umgang mit rechtspopulistischen Strategien drehte sich vor allem, um die Frage, wie demokratische Werte (Solidarität, gleichberechtigtes Miteinander) gelebt und vermittelt werden können. Ein weiteres Thema war auch der Antifeminismus, der rechte Akteure aus verschiedenen Lagern eint und verstärkt genutzt wird um progressive Errungenschaften, wie Gender Mainstreaming, Frauenprojekte oder –förderung zu diffamieren. Das stärker in den Fokus zu nehmen und Gegenstrategien zu entwickeln war eine Verabredung der Workshopteilnehmenden.

 

Die auf der Konferenz diskutierten Ideen und Verabredungen werden in die Entwicklung der Projekte 2019 einfließen. Vielen Dank an alle für die rege Beteiligung, das Interesse und die spannenden Diskussionen!