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Licht-Blitze Juli 2018


Liebe Leser_innen,

willkommen beim aktuellen Juli-Newsletter der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke. Mit dem Einzug des Sommers wünschen wir allen Kolleg_innen, Unterstützer_innen und Wegbegleiter_innen eine entspannte und erholsame Ferienzeit. Auch zu der schönen Jahreszeit gibt es interessante Termine, die wir ans Herz legen möchten:

1. Neues aus unserer Arbeit
2. Neues aus Bündnissen & Initiativen und Projekten
3. Schwerpunkt: Berliner Träger für Menschenrechte und eine demokratische Kultur
4. Lichtenberger Register
5. Termine
6. Tipps & Empfehlungen

1. Neues aus unserer Arbeit


Neue Webseite
Wir sind sehr froh, Euch unsere neue Homepage präsentieren zu dürfen. Nach einer längeren Ausarbeitungsphase freuen wir uns, unsere vielfältigen Arbeitsbereiche im neuen Gewand zeigen zu können. Neben der besseren Übersichtlichkeit werden wir weiterhin aktuelle Berichte veröffentlichen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Stöbern und freuen uns, weiterhin für ein demokratisches und vielfältiges Lichtenberg informieren und zum Mitmachen anregen zu können.


Reclaim The Game
„Reclaim The Game“ ist ein Aktionsformat, welches Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Demokratiebildung im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Kolleg_innen der Straßensozialarbeit, der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie wir sind aktiv an der Entwicklung und Durchführung von Methoden beteiligt. Nach dem fulminanten Start im vergangenen Jahr findet am 06.07. zum Ferienbeginn eine digitale Schnitzeljagd mit der App „Actionbound“ statt. Insgesamt neun Jugendfreizeiteinrichtungen nehmen daran teil, erkunden ihre Kieze und stellen ihre Einrichtungen vor. Anschließend begegnen sich die Teams im Skatepark Wartenberg, um sich zu begegnen und die Erlebnisse auszutauschen. Das Projekt ist durch die Jugendjury Hohenschönhausen gefördert. Die Arbeitsgruppe kann über marcel_dieckmann@licht-blicke.org kontaktiert werden.

2. Neues aus Bündnissen & Initiativen und Projekten

Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz
Das Bündnis will in der zweiten Jahreshälfte die Bunte-Wind-Kampagne neu auflegen. Angesichts der aktuellen politischen Debatten scheint es wichtiger denn je, sich gemeinsam für Menschenrechte und gegen Rassismus und Rechtspopulismus einzusetzen. Die erste Auflage der Grundsätze der Kampagne hatten 2014 über 100 Personen und Organisationen aus dem Bezirk unterzeichnet. Mit der Neuauflage sollen neue Unterzeichnende gewonnen und die Kampagne nochmals im Bezirk bekannt gemacht werden.

3. Schwerpunktthema

Trägererklärung: für Menschenrechte und eine demokratische Kultur
Am 14. Juni hat unser Träger gemeinsam mit den Trägern weiterer Netzwerkstellen in anderen Bezirken sowie weiteren sozialen Trägern und demokratischen Projekten eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Am 14. Juni fand in der Nachbarschaftsetage in Berlin-Wedding ein Pressegespräch statt. Berichtet haben beispielsweise die taz, das nd sowie bei Bell Tower.
Anlass waren die fortwährenden Angriffe rechtspopulistischer Akteur_innen auf Träger, Einrichtungen und Fachkräften der sozialen Arbeit. Aufgrund zunehmender Anfragen und Anträge der AfD in Berliner Bezirksverordnetenversammlungen und dem Abgeordenetenhaus gegen Träger der sozialen Arbeit, wird mit Sorge auf die versuchte Diffamierung unserer fachlichen Arbeit als „linksextremistisch“ und ihrer Delegitimierung geschaut. Die inzwischen über 100 unterzeichnenden demokratischen Projekte und sozialen Träger beziehen mit der Erklärung klar Position gegen (extrem) rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen sowie für eine solidarische, inklusive und demokratische Stadtgesellschaft. Im Fokus der fachlichen und berufsethischen Arbeit steht für uns der Mensch, unabhängig von ihm zugeschriebenen und gesellschaftlich konstruierten Merkmalen. Eine inklusive Stadtgesellschaft bedeutet somit sich auch aktiv gegen Diskriminierungen und gesellschaftlichen Ausgrenzungen einzusetzen.

Die Erklärung mit dem aktuellen Stand der Unterzeichnenden findet ihr hier. Bis 15. Juli 2018 könnt ihr die Erklärung noch mitzeichnen. Hierfür bitte eine E-Mail an moskito@pfefferwerk.de senden oder per Telefon unter 030/ 443 71 79 melden.

4. Lichtenberger Register

Das Lichtenberger Register dokumentiert rassistisch, antisemitisch, lbgtiq*-feindlich, antiziganistisch, rechtsextrem, rechtspopulistisch und andere diskriminierend motivierten Vorfälle, die sich im Bezirk ereignen.

02.06.18 NPD-Stand in Neu-Hohenschönhausen

07.06.18 NPD-Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

09.06.18 AfD-Aktion am Lichtenberger Rathaus

09.06.18 Rassistischer Angriff in der S-Bahn in Lichtenberg

14.06.18 JN-Plakate in Lichtenberg-Nord

16.06.18 Nationalistische Karten in Neu-Hohenschönhausen

21.06.18 Diskriminierende Afd-Anträge und -Redebeiträge in der BVV

22.06.18 Neonazi-Plakate in Lichtenberg-Mitte

25.06.18 Über 200 Neonazi-Aufkleber im Weitlingkiez

25.05.18 NS-Symbole in Lichtenberg-Nord

26.06.18 Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg Mitte

26.06.18 rassistische Beiträge auf NPD-Facebookseite

Register gibt es in ganz Berlin >>> Berliner Register.

5. Termine

AUSSTELLUNG
01. Juli
Museum Lichtenberg
ausgegrenzt – verfolgt – ermordet.
Die Ausstellung „ausgegrenzt – verfolgt – ermordet.“ erzählt die Geschichte Lichtenberger Sinti und Roma in den jahren von 1933 bis 1945. Das Zwangslager Marzahn, damals Ortsteil von Lichtenberg, war Ort der Internierung Lichtenberger Bürger_innen, die von dort in verschiedene Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Nur wenige überlebten. In der Ausstellung werden ihre Schicksale und Hintergründe des Massenmordes erzählt. Die Ausstellung läuft bis zum 31.12.2018. Der Eintritt ist frei.
Zeit: 11:00 – 18:00 Uhr
Ort: Türrschmidstraße 24, 10317 Berlin


TAGUNG
03. Juli
Landeszentrale für politische Bildung
Faszination des Autoritären
Die Tagung befasst sich mit dem Phänomen der Erfolge autoritärer Bewegungen und Parteien in Europa, die zunehmend Erfolge verbuchen. Der damit verbundenen zunehmenden Komplexität, die sich in Politik und Gesellschaft zeigt, wird mit einfachen bzw. vereinfachenden Antworten begegnet. Dies scheint für immer mehr Menschen attraktiv zu sein. Die Herausforderung wächst für Zivilgesellschaft und politische Akteure, Simplifizierungen, inhaltliche Manipulationen und schlicht Fehlerhaftes zu dekonstruieren und auch argumentativ dagegen zu halten. Weitere Informationen sind hier erhältlich.
Zeit: 09:30 – 16:00 Uhr
Ort: Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin


FAHRRADTOUR
03. Juli
Kiezspinne
Sprachtandem
Für das Sprachtandem werden Nachbar_innen aller Geschlechter, Sprachenthusiast_innen und Neuzugezogene gesucht,
die gerne Fahrrad fahren, neue Menschen treffen und die Hihlights von Lichtenberg entdecken. Die Organisator_innen freuen sich auf mitgebrachte Sprachenvielfalt! Wenn kein eigenes Fahrrad mitgebracht werden kann: einfach bei der Anmeldung Bescheid geben. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen sowie Anmeldung sind auf der Homepage der Kiezspinne erhältlich/ möglich.
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin


VORTRAG
04. Juli
oskar- Freiwilligenagentur Lichtenberg
Freiwillig – überwacht?
Der Einsatz Sozialer Medien und anderer Daten-produzierender Systeme hat Vorteile: Beteiligte sind schnell und zielgenau erreichbar, Aktivitäten werden effizient organisiert, beworben und dokumentiert, viele Diskussionen lassen sich online einfacher führen. Ganz außer Acht bleibt aber die Dimension des gesellschaftlichen Wandels: es werden immer mehr Daten produziert, deren privatwirtschaftliche Aneignung und Nutzung kaum demokratisch kontrolliert und eingeschränkt sind. Warum nimmt der gemeinnützige Sektor, sonst ein Feld hoher Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Probleme, diese Entwicklung kaum wahr? Welchen Kriterien würde ein verantwortlicher Umgang mit Daten folgen? Es referiert Anne Roth, freie Referentin im Bereich Datenschutz.
Zeit: 18:00 – 20:00 Uhr Uhr
Ort: Weitlingstraße 89, 10317 Berlin

FERIENPROGRAMM
05. Juli
Bibliotheken
Lesesommer in der Bibliothek
In den Sommerferien vom 5. Juli bis zum 17. August öffnen alle Lichtenberger Bibliotheken montags bis freitags ab 9 Uhr mit speziellen Angeboten für Ferienkinder. Mit Geschichten, Spielen und Rätseln reisen die Ferienkinder unter dem Motto „Ab ins Meer“ in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt und erleben dort zahlreiche Abenteuer. Geschichten mit Piraten, Detektiven und tierischen Helden gibt es in der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek. Es wird erzählt, gerätselt, gemalt und gelesen.
Informationen dazu können hier gefunden werden.


BUCHVOSTELLUNG
09. Juli
Wilma
Stalin hat uns das Herz gebrochen
Jüdische Kommunist*innen sind nach den Zweiten Weltkrieg mit dem Traum, einen sozialistischen Staat aufzubauen, in dem es keine Unterdrückung, keine faschistischen Ideologien und keinen Antisemitismus mehr geben würde, in die DDR remigriert. Dieser Traum wurde nicht erfüllt und ihre Leben, wenn auch nicht immer physisch, zerstört. Ausgehend von den Lebenswegen einiger jüdischer Kommunist*innen, versuchen wir die Frage zu beantworten: Warum konnte es in einem sich als antifaschistisch bezeichnenden Staat schon kurz nach der Shoah wieder Antisemitismus geben?
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Magdalenenstraße 19, 10365 Berlin


FEST
13. Juli
Spielplatz Am Berl 13+15
Sommerfest für Alle
Zum Sommerfest laden die JFEs Spik, VIP Kontaktladen sowie das WB13 ein. Es wartet ein buntes Angebot an spannenden Aktivitäten, z.B. ein Bungee-Trampolin, eine Riesenrutsche, Artistik zum Anschauen und Selbermachen, Siebdruck, Spielparcours, Henna-Tattoos, Schminken und vieles mehr.
Zeit: 15:00 – 19:00 Uhr
Ort: Am Berl 13 + 15, 13051 Berlin

6. Tipps & Empfehlungen

LEITFADEN

Schutz vor Diskriminierung an Schulen
Das Projekt ADAS, Anlaufstelle Diskriminierungsschutz an Schulen, feierte im Juni sein zweijähriges Bestehen, wozu auch wir herzlich gratulieren. Nach zwei Jahren Arbeit des Modellprojektes haben sie ihre Beratungsfälle der von Diskriminierung an Schulen betroffenen Personen evaluiert. Die daraus gezogenen Kenntnisse sind eine wichtige Basis für die weitere Aufbauarbeiten für Beratungsstellen im Bereich der schulischen Bildung. Der daraus entstandene Leitfaden ist auf der Homepage des Projektes veröffentlicht worden.
HANDREICHUNG
Hate Speech und Fake News: Fragen und Antworten
Die Reihe „Fragen und Antworten“ der Berliner Landeszentrale für politische Bildung bietet kurz und knapp Faktenwissen zu verschiedenen Themenkomplexen. Soeben ist eine Ausgabe erschienen. Was ist so schlimm an Hate Speech? Wie kann jede_r Hate Speech anzeigen? Und wie erkenne ich Fake News? Die gemeinsam mit der Amadeu-Antonio-Stiftung erstellte Broschüre stellt dazu Informationen in kompakter Form bereit.BROSCHÜRE
Berliner Zustände 2017
In der neuen Ausgabe der »Berliner Zustände« beschreiben Berliner Initiativen und Projekte aus zivilgesellschaftlicher Perspektive aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen in der Stadt. Der Schattenbericht über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wird im elften Jahr gemeinsam vom antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz) und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) herausgegeben.

FÖRDERUNG
Jugendjury in Lichtenberg und Hohenschönhausen
Jugendliche mischen in Lichtenberg und Hohenschönhausen in Jugendjurys mit. Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk können bei ihnen Anträge für die Durchführung von Projekten stellen, die von der Jugendjury diskutiert und entschieden werden. Auch in diesem Jahr wurden ebreits zahlreiche Anträge gestellt und Projekte durchgeführt. Ihr habt eine idee und benötigt dafür etwas Geld?
Die Jugendjurys in der Begleitung der Gangway-Teams sind dafür die idealen Ansprechpartner_innen!

AUSZEICHNUNG
DIETER-BAACKE-PREIS 2018
Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wieder bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit Mediennutzung und die Ausgestaltung der Medienkompetenz fördern.
Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2018.

IMPRESSUM

Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Newsletter der Amadeu-Antonio-Stiftung, Newsletter des Anne Frank Zentrums, IDA-Newsletter, Newsletter der Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus für Demokratie und Vielfalt [moskito], Berliner Register, Mobiles Beratungsteam Berlin für Demokratieentwicklung (MBT-Berlin), Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz e.V.), Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR), ReachOut, Newsletter der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS); Newsletter von Kooperationsprojekten und Berliner Initiativen, etc.

Impressum / V.i.S.d.P.:
Andreas Wächter, pad gGmbH, präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich
Kastanienallee 55, 12627 Berlin
http://www.pad-berlin.de

Copyright © 2018 All rights reserved
Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke Sewanstraße 43, 10319 Berlin
Telefon: 030 – 50 566 518 / mail@licht-blicke.org / www.licht-blicke.org

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